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Alles Wesentliche wächst still.
Kartenlegen · Spirituelle Beratung
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Jetzt Termin buchen →Kartenlegen ist keine Wahrsagerei. Es ist ein Spiegel, der sichtbar macht, was längst in Bewegung ist. Ich arbeite mit Bildern, Symbolen, Archetypen, systemischer Gesprächsführung und Naturcoaching. Hexenkunst war immer Naturarbeit. Wer mit Pflanzen lebt, den Mondzyklen folgt und den Rhythmus der Jahreszeiten im eigenen Körper kennt, bewegt sich nicht im Aberglauben, sondern in einer der ältesten Formen menschlicher Selbsterkenntnis.

Du weißt es schon.
Ich helfe dir lauschen.
Und vielleicht ist es kein Zufall, dass diese Arbeit in München geschieht. Zwischen Isarwasser, alten Gärten und den stillen Hügeln der Voralpen liegt eine Landschaft, die seit jeher Raum für solche Formen der Aufmerksamkeit bietet.








Eine Sitzung mit Karten ist kein Blick in die Zukunft — sie ist ein Gespräch mit deiner eigenen inneren Bildwelt. Wir legen, deuten und sprechen über das, was auftaucht.
Verschriftlichung & Nachbereitung: + 45 €
Jetzt buchen →Seit Jahrhunderten übt das Tarot de Marseille eine fast magnetische Anziehungskraft auf den menschlichen Geist aus. Hinter den starren Blicken seiner Figuren und der scheinbar naiven Farbsymbolik verbirgt sich eine weitaus tiefere Dimension — ein sorgsam konstruierter Träger für die philosophischen Lehren der Renaissance.
Obgleich der Name Tarot de Marseille eine Herkunft aus der südfranzösischen Hafenstadt suggeriert, ist diese Bezeichnung lediglich ein historisches Akzidenz der Massenproduktion späterer Jahrhunderte. Die eigentlichen Wurzeln dieser ikonographischen Pracht führen uns weit über die Alpen zurück in das Italien des 15. Jahrhunderts, mitten in das strahlende Herz des florentinischen Humanismus.
Ein bemerkenswerter Hinweis auf diese verborgene Ahnenreihe fand sich im ungarischen Schloss Estergom, wo in einer einstigen Kapelle ein Fresko der Mäßigkeit freigelegt wurde. Dieses Meisterwerk, das dem Genie Sandro Botticellis zugeschrieben wird, blieb über 340 Jahre lang unter Erdschichten verborgen — bis es seine verblüffende Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Tarotkarte offenbarte.
Wir stehen heute voller Faszination vor diesen Bildern, da wir die heiligen Schlüssel zu ihrer tieferen Bedeutung längst verloren haben.
Der siebte Trumpf, der Wagen, entpuppt sich bei näherer Analyse als eine grafische Inkarnation von Platons berühmtem Dialog Phaidros. In diesem Mythos wird die menschliche Seele als ein Gespann beschrieben, das von einem Kutscher gelenkt und von zwei höchst ungleichen Pferden gezogen wird.
Während das eine Pferd edel und aufrecht steht, die Augen fest auf die Flugrichtung der Seele gerichtet, verkörpert das andere das Groteske der niederen Triebe. Marsilio Ficino, der große Übersetzer Platons, bereicherte dieses Bild im Geiste der Renaissance, indem er dem Kutscher zwei Masken auf die Schultern legte — ein Symbol für die ewige Bindung der gegensätzlichen Kräfte innerhalb des irdischen Fahrzeugs der Seele.
Im fünfzehnten Trumpf, dem Teufel, begegnen wir einer Darstellung, die eng mit Botticellis Illustrationen zu Dantes Göttlicher Komödie verwoben ist. Hier offenbart sich Ficinos radikale Neudeutung der Hölle — nicht als physischer Ort der Qual, sondern als ein Zustand der Seele, ein psychisches Gefängnis.
Die zwei gefesselten Figuren auf der Karte sind eine direkte Anspielung auf Platons Höhlengleichnis: die Hände hinter dem Rücken gefesselt, eine Ergänzung zum ursprünglichen griechischen Text, die Ficino in seinen Kommentaren vornahm. Es ist das Symbol für die Schwere der Materie — jener Gravitationspunkt, den die Seele überwinden muss, um sich aus der Welt der Schatten zum Licht der Wahrheit umzuwenden.
Die Hölle ist für den Platoniker der Renaissance ein Albtraum, aus dem man nicht erwachen kann — eine Welt voller Simulakra und trügerischer Illusionen.
Den krönenden Abschluss der großen Arkana bildet die Karte Die Welt, in der die christliche Ikonographie der Mandorla mit den tiefsten Geheimnissen der antiken Mysterien verschmilzt. Die zentrale Gestalt ist eine Darstellung des orphischen Gottes Phanes — jenes androgynen Wesens, das aus dem Weltei geboren wurde und den Anbeginn der Schöpfung markiert.
Für Ficino repräsentiert dieses Bild die Anima Mundi, die Weltseele, die sich von ihrer körperlichen Hülle befreit hat. Die Karte markiert das Ziel der gesamten philosophischen Reise: die Rückkehr zur ursprünglichen Einheit, in der die befreite Seele nicht mehr Sklave der Leidenschaften ist, sondern zur Herrscherin über den Kosmos aufsteigt.
Es spricht vieles für die Hypothese, dass das Tarot in der Platonischen Akademie von Florenz als pädagogisches Instrument diente, um jungen Adligen die Prinzipien der Moral und Dialektik spielerisch nahezubringen. Ficino war fest davon überzeugt, dass der Mensch sich mit Objekten umgeben sollte, die als Talismane fungieren und die himmlische Harmonie auf die Erde herabziehen.
Die Struktur der Tarot-Trümpfe folgt einer hermetischen Logik: sieben Spalten für die Planeten, drei Ebenen für das Irdische, das Mittlere und das Himmlische. Die Trümpfe 7, 14 und 21 bilden die Vielfachen der Sieben und markieren die Stationen der Seele von ihrem irdischen Fahrzeug über den mittleren Zustand bis hin zur himmlischen Herrlichkeit. Das Tarot war somit kein bloßes Spiel, sondern ein tragbares Universum.
Das Tarot de Marseille ist ein Kompass für die innere Reise des Menschen durch das Labyrinth der Illusionen hin zur Klarheit der Erkenntnis. Wenn wir diese Karten in den Händen halten, bleibt eine fundamentale Frage: Sind wir bereit, uns umzuwenden und den Blick von den tanzenden Schatten an der Höhlenwand hin zum gleißenden Licht der Wahrheit zu richten?
Begleitung für Menschen in Übergängen, Krisen oder Entscheidungsphasen. Arbeit mit Symbol- und Traumdeutung, Karten und archetypischen Bildern. Ergänzt durch Naturcoaching, Klartraumarbeit, tiefe Meditation, Schutzrituale sowie Klang- und Kunstarbeit. Pflanzenwissen und jahreszeitliche Rituale können Teil der Sitzungen sein.
Verschriftlichung & Nachbereitung: + 45 €
Jetzt buchen →Diese spirituelle Beratung versteht sich als Schule der eigenen Wahrnehmung und Selbstführung. Sie vermittelt konkrete Wege, um Klarträume bewusst zu entwickeln, innere Bilder und symbolische Prozesse zu erforschen und mit der Welt der Träume und Energien verantwortungsvoll in Kontakt zu treten.
Ein zentraler Bestandteil ist das Erlernen von energetischem Selbstschutz, kritischer Selbstprüfung und einem reflektierten Umgang mit Symbolarbeit.
Ebenso gehört dazu der bewusste Einsatz von Pflanzen und Natur als seelische Ressource sowie Methoden, die Menschen wieder in ihre kreative Ausdruckskraft führen. Intuitives Malen, musikalische Improvisation, Instrumentalunterricht und klangbasierte Arbeit sind integrale Bestandteile dieser Praxis.
Ziel ist es, Menschen zu befähigen, eigene Wahrnehmung, Kreativität und innere Orientierung nachhaltig zu vertiefen.
Alle Angebote beruhen auf fundierter Erfahrung, sorgfältiger Anleitung und einem respektvollen, prüfenden Zugang zu spirituellen Methoden.

Ich bin Mika Schöberl — Buchautor*in, Kräuterpädagog*in, Theolog*in. Meine Arbeit verbindet Natur, Spiritualität, Psychologie und Kreativität. Für Munich Witchcraft bringe ich all das zusammen: symbolisches Denken, tiefes Zuhören und die stille Intelligenz der Natur — in einem Raum ohne Klischees.
Meine Haltung ist klar: Ich gebe dir keine Antworten, die nicht schon in dir sind. Ich helfe dir nur, den Weg dorthin zu finden.
Mehr über mich auf funkenfangen.de
Arbeit mit Symbolen, Träumen und inneren Bildern — stets verbunden mit deiner gelebten Realität.
Jahreszeiten, Pflanzen und Garten als Spiegel innerer Prozesse — die Natur als stille Lehrer*in.
Intelligente, reflektierte Spiritualität — ohne Versprechen, die nicht gehalten werden können.
Ein offener, urteilsfreier Raum — unabhängig von Religion, Herkunft, Orientierung oder Weltanschauung.
In einer Zeit, in der die Verbindung zur Natur und zum eigenen inneren Urgrund brüchig geworden ist, verstehe ich mich als Brückenbauer: ein Wanderer zwischen akademischer Präzision und mystischer Tiefe.
Meine Arbeit wurzelt im Erbe der Hildegard von Bingen. Europäische Klosterheilkunde ist für mich keine Sammlung alter Rezepte, sondern eine lebendige Kosmologie, in der Musik, Theologie und Naturkunde zu einer einzigen Schwingung verschmelzen. Diese Resonanz trägt auch mein publizistisches Wirken: die monatliche Kolumne „Seelenschau" im Magazin Naturarzt, Beiträge für Yoga Aktuell und mein Buch Grüne Seelen.
Was mich antreibt, ist ein lebenslanges Staunen über die Ordnung des Lebendigen. Wer die Rhythmen des Wachsens und Vergehens wieder zu lesen lernt, findet darin einen Kompass für das eigene Leben. Es ist die Rückkehr zur kindlichen Bewunderung vor der Komplexität eines einzigen Blattes, die uns lehrt, wieder im Einklang mit den großen Zyklen des Seins zu atmen.
In meiner musikwissenschaftlichen Forschung widmete ich mich dem Konzept des Gesamtkunstwerks aus psychoanalytischer Perspektive. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Figur der Hexe als archetypischem Motiv in der populären Kunst. Kunst ist für mich kein Luxusgut, sondern ein existenzielles Werkzeug: Wenn wir schöpferisch tätig werden, durch Töne, Worte oder Farben, geben wir dem Unbewussten eine Form. Wir holen verborgene, oft verdrängte Anteile unseres Selbst ans Licht und bauen sie behutsam ins Bewusstsein ein. Künstlerisches Schaffen versöhnt so das Geistige mit dem Leiblichen.
Was vor über sechs Jahren als Naturheilpraxis begann, hat sich zur Funkenfangen Akademie gewandelt. Der physische Garten ist dabei weit mehr als Kulisse: ein lebendiges Laboratorium für das Ankommen im Leben, in dem Pädagogik, Theologie und Gesundheitswesen zu einem Erfahrungsfeld zusammenfließen. Hier geht es nicht um schnelle Antworten, sondern um geduldiges Forschen nach dem Sinn. Ein Ort, an dem Spiritualität nicht als abstraktes Konzept, sondern als erdige Realität erfahren wird.
1989 geboren, studierte ich Musikwissenschaft und Theologie auf Lehramt, ließ mich zum Heilpraktiker ausbilden und zum systemischen Coach fortbilden. Diese Wege haben mich gelehrt, genauer hinzuhören: auf die Strukturen, die unter der Oberfläche der Dinge wirken, ohne je den Anspruch zu erheben, sie endgültig zu begreifen. Als Bewahrer alten, wurzelhaften Wissens, inspiriert durch die Klosterheilkunde, mache ich dieses Erbe für die moderne Seelenarbeit fruchtbar. Mit wissenschaftlicher Präzision nähere ich mich den Strukturen der Seele, mit wacher Intuition lasse ich Platz für das Unaussprechliche.
Die Einladung steht: die Trennung zwischen Alltag und Spiritualität aufzuheben. Wenn wir die Natur nicht mehr als Ressource, sondern als Spiegel betrachten, finden wir den Mut zu einem authentischen Selbstausdruck, der weit über das Individuelle hinausstrahlt.

Über die Weisheit der Natur — Aus der Lebens-Praxis eines Heilpraktikers
Was Pflanzen über uns wissen und wie Naturverbundenheit heilt. Ein ehrliches, poetisches Sachbuch über die Schnittstelle von Naturheilkunde, Spiritualität und Lebenspraxis.
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Liebeskummer, Trennungsschmerz, eine Entscheidung, die sich anfühlt wie eine Sackgasse — du musst das nicht allein durchstehen. Ich sage dir, was du eigentlich schon weißt, aber nicht hören willst. Ich helfe dir, die rosarote Brille abzunehmen, die Masken fallen zu lassen und das Verdrängte anzuschauen — ohne Urteil, aber ohne Ausrede. Aus Schmerz wird Klarheit. Aus Klarheit wird Kraft.
60 Minuten. Kein Smalltalk. Nur Klarheit.

Du schreibst mir eine kurze Nachricht — was dich bewegt, was du suchst, oder einfach nur: dass du ein Gespräch möchtest. Kein Formular, kein System.
Wir finden gemeinsam heraus, welches Angebot zu dir passt. Persönlich, per E-Mail oder kurz am Telefon — ganz wie es sich richtig anfühlt.
In München oder online. Mit Zeit, Ruhe und ohne Eile. Du bestimmst das Tempo. Die Karten oder das Gespräch folgen dem, was auftaucht.
Was bleibt, trägst du mit. Auf Wunsch begleite ich dich weiter — oder du kommst wieder, wenn der nächste Moment es will.
☾
Dieser Ort ist nicht für alle.
Was sich hinter dem Sturm verbirgt, öffnet sich nur denen, die den Weg bereits begonnen haben.
oder
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Der Weg der Hexe beginnt mit einer unscheinbaren, aber folgenreichen Fähigkeit: dem Beobachten der eigenen Gedanken. Nicht Denken — sondern das Denken beim Denken beobachten.
Zu merken, welche Stimme gerade spricht, und zu fragen: ist das meine? Wann hat sie begonnen, so zu klingen?
Diese Fähigkeit, die die Kognitionswissenschaft Metakognition nennt und die Mystik seit Jahrhunderten als ersten Schritt jeder inneren Arbeit kennt, ist die Grundlage von allem: von Schutz, von Intuition, von der Fähigkeit, Menschen wirklich zu lesen.
— MikaFLINTA-Menschen — Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen — kennen den Moment, in dem diese Frage dringend wird, oft früh. Nicht weil das Schicksal es so wollte, sondern weil man ihnen systematisch beigebracht hat, sich selbst zu umgehen.
Die Hexe war kein historisches Ideal — sie war eine Projektion der Angst. Was verfolgt wurde, war nicht Wissen, sondern Abweichung: der Körper, der sich nicht fügte, die Existenz, die aus den Kategorien fiel.
Denn wer die eigenen Muster kennt, erkennt auch die der anderen. Intuition ist kein Geschenk, das man entweder hat oder nicht — sie ist geschärfte Wahrnehmung, trainiert durch Aufmerksamkeit.
Schutz funktioniert nach demselben Prinzip: nicht als Mauer, sondern als Klarheit darüber, was man zu sich lässt und was nicht. Wer die eigene Energie kennt, spürt Fremdenergie. Wer weiß, wie sich sein Zentrum anfühlt, merkt sofort, wenn er davon weggedriftet ist.
Alleinheit — das Ganzseinkönnen mit sich, ohne Publikum, ohne Rechtfertigung — ist keine Einsamkeit. Sie ist die Voraussetzung für alles andere.
In der Hexenkunst begegnen sich Exerzitien, Imaginationsreisen, Meditation, Klartraumarbeit und Pflanzenkunde nicht als loses Sammelsurium. Sie sind unterschiedliche Wege zu derselben Einsicht: dass ein Mensch mehr ist als die Rollen und Bilder, die ihm zugeschrieben wurden.
Die Pflanzen spielen darin eine besondere Rolle. Manche wirken pharmakologisch auf den Körper und tragen zugleich eine symbolische Bedeutung. In ihnen begegnen sich zwei Ebenen von Wissen, die früher oft nicht getrennt wurden: Wirkung und Bedeutung.
Darum sind sie kein dekoratives Beiwerk. Sie gehören zu einer Form der Aufmerksamkeit, die den Menschen nicht als isoliertes Individuum versteht, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs. Ein Wesen, das in Beziehung steht zur Zeit, zur Erde und zu den Kräften, die durch sein Leben hindurchwirken.
In vielen Kulturen existieren Menschen, die zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt vermitteln: Seherinnen, Schamanen, Ritualkundige, Heilerinnen. Rollen dieser Art finden sich in sehr unterschiedlichen religiösen Traditionen. Sie arbeiten mit Naturbeobachtung, Symbolen, Träumen und rituellen Praktiken.
Auch in der Bibel erscheint eine solche Gestalt. Die sogenannte Hexe von Endor wird im 1. Buch Samuel beschrieben. König Saul sucht sie auf, weil Gott ihm nicht mehr antwortet. Die Frau beschwört daraufhin den Geist des Propheten Samuel. In der Erzählung erscheint sie nicht als dämonische Figur, sondern als jemand, der über ein Wissen verfügt, das außerhalb der offiziellen religiösen Ordnung steht.
Die Vorstellung der bösen Hexe entsteht viel später. Vor allem zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert entwickelte sich in Europa die Idee einer angeblichen Hexensekte, die mit dem Teufel im Bund stehen sollte. In dieser Zeit kam es zu den großen Hexenverfolgungen. Historische Studien zeigen, dass hinter den Anschuldigungen meist keine tatsächliche „Magie“ stand. Viel häufiger ging es um soziale Spannungen, Krankheit, Missernten oder extreme Wetterereignisse. In Zeiten der Unsicherheit suchten Gemeinschaften nach Ursachen für das Unkontrollierbare. Die Hexe wurde zur Projektionsfigur für diese Ängste. Dabei spielten auch Machtstrukturen eine Rolle. Menschen, die nicht in die erwarteten sozialen Rollen passten, konnten schnell verdächtig werden. Es ging weniger um Kräuterwissen als um Abweichung, Konflikte und gesellschaftliche Kontrolle.
Heute wird die Figur der Hexe deshalb oft neu gelesen. Nicht als historische Täterin, sondern als kultureller Archetyp. Eine Figur, die für Intuition, Ganzheitlichkeit und Selbstbestimmung steht. In diesem Sinn ist die moderne Hexe weniger eine historische Rolle als eine bewusste Haltung: der Versuch, Wissen aus Natur, Erfahrung und innerer Wahrnehmung ernst zu nehmen und den eigenen Platz in der Welt selbst zu definieren.

Man geht zur Hexe, wenn die Institutionen versagen. Weil das Verbot nie das Bedürfnis ausgelöscht hat — sondern nur den Namen, unter dem man ihm nachgab.
Und etwas verschiebt sich gerade, weltweit und sichtbar. Die Zahl der Menschen, die offen als Hexen leben, wächst — nicht als Subkultur, sondern als Zeichen einer Sehnsucht nach Tiefe in einer Zeit, die Oberflächlichkeit systematisch belohnt hat.
Was dabei entsteht, ist eine Kunstform. Florence Welch begreift ihre Bühne als Ritual, ihren Körper als Instrument. Kate Bush verdichtet Traum, Mythos und Erfahrung zu etwas, das sich jeder Schublade entzieht. Künstlerinnen, die nicht trotz ihrer Feinfühligkeit wirken — sondern wegen ihr.
Intensives Musizieren, Körperarbeit, Theater, bildende Kunst: überall dort, wo Menschen bereit sind, langsamer zu werden als die Zeit um sie herum, entsteht Hellsichtigkeit. Keine übernatürliche — eine trainierte. Die Fähigkeit, genauer hinzuhören, früher zu spüren, was ein Raum trägt, was ein Mensch verschweigt.
Diese Fähigkeit entfernt uns nicht von der Welt.
Sie macht uns reifer für sie — und fähiger, ihr mit Liebe zu begegnen.
Witchcraft ist kein Rückgriff auf eine goldene Vergangenheit.
Es ist die Weigerung, sich weiterhin durch fremde Kategorien zu definieren.
— Mika
Mit Klängen zu verzaubern ist Teil der Hexenkunst. Der Intro-Song dieser Homepage ist einer von vielen, die ich in Vollmondnächten schreibe und produziere. Nutze diese Musik gerne für deine Meditationen oder Tänze.
Auf Spotify hörenNein. Schadenszauber gehört nicht zu meiner Arbeit.
Historisch betrachtet waren solche Praktiken in vielen Kulturen eher Ausdruck von Angst, sozialem Konflikt oder Machtprojektion. Meine Arbeit knüpft an eine andere Tradition an: Schutz, Klärung und Selbststärkung.
Kurz gesagt: Ich helfe Menschen, sich zu schützen — nicht anderen zu schaden.
Ich glaube vor allem daran, dass Menschen seit Jahrtausenden Erfahrungen machen, die sie mit symbolischen Bildern beschreiben.
In Religionsgeschichte und Anthropologie tauchen Erscheinungen von Geistern, Ahnen oder Präsenzgefühlen in fast allen Kulturen auf. Ob man sie metaphysisch oder psychologisch deutet, ist eine offene Frage.
Nein. Skepsis ist hier kein Hindernis.
Magische Rituale sind kulturgeschichtlich vor allem Formen konzentrierter Aufmerksamkeit. Sie bündeln Symbolik, Handlung und Bedeutung. Psychologisch gesprochen erzeugen sie Fokus, emotionale Bewegung und neue Perspektiven.
Der Mond bewegt die Ozeane der Erde. Es ist daher wenig überraschend, dass Menschen ihm seit Jahrtausenden Aufmerksamkeit schenken.
In vielen Kulturen dienten Mondphasen als Zeitstruktur für Landwirtschaft, Rituale oder gemeinschaftliche Feste. Der Grundgedanke bleibt interessant: Der Mensch lebt nicht isoliert von Naturrhythmen.
Ich arbeite mit Mondphasen eher als Symbol für Rhythmus, Aufmerksamkeit und Übergänge.
Nein.
Aber ich kann helfen, Muster sichtbar zu machen. Tarot, Symbolarbeit oder Traumdeutung sind keine Maschinen zur Zukunftsprognose. Sie sind Werkzeuge, um Fragen klarer zu sehen, innere Dynamiken zu verstehen und Entscheidungen bewusster zu treffen.
Nicht im botanischen Sinn.
Aber Pflanzen sind seit Jahrtausenden Teil spiritueller und medizinischer Traditionen. In vielen Kulturen gelten sie als Lehrer für bestimmte Qualitäten: Heilung, Geduld, Schutz oder Transformation.
Wer sich aufmerksam mit Pflanzen beschäftigt, merkt schnell, dass Natur eine erstaunlich präzise Symbolsprache besitzt.
Nein.
Ich arbeite lieber mit Menschen, die fragen, prüfen und nachdenken. Spirituelle Arbeit ohne kritische Reflexion wird schnell oberflächlich. Eine gesunde Skepsis ist deshalb kein Problem — sondern oft eine Stärke.
Die kurze Antwort: ja.
Die längere Antwort ist komplizierter. Für mich ist die Gottesfrage keine Konkurrenz zur Wissenschaft. Wissenschaft beschreibt, wie die Welt funktioniert. Die Gottesfrage stellt eine andere Frage: warum es überhaupt eine Welt gibt, warum sie verständlich ist und warum Menschen Sinn, Moral und Freiheit erfahren.
Glaube ist für mich deshalb kein Ersatz für Denken, sondern dessen Fortsetzung dort, wo unsere Logik an ihre Grenze stößt.
Nicht im konfessionellen Sinn.
Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Psychologie, Kulturgeschichte, Naturwissen und spiritueller Praxis. Sie nutzt Rituale, Symbole und kreative Methoden, um Menschen zu helfen, Sinn, Orientierung und Handlungskraft zu entwickeln.
Nur metaphorisch.
Im Alltag arbeite ich eher mit Gespräch, Ritual, Musik, Pflanzen, Symbolen und einer guten Portion Bodenhaftung.
Und manchmal reicht das völlig, um Menschen wieder ein Stück näher an sich selbst zu bringen.
Dann ist das ehrlich. Und Ehrlichkeit ist kein Versagen, sie ist der Anfang.
Nicht jede Begegnung mit sich selbst beginnt mit einem Blitzschlag. Manchmal beginnt sie mit Stille. Manchmal mit einem einzigen Satz, den du erst drei Tage später verstehst, unter der Dusche, beim Kochen, im Halbschlaf.
Das Protokoll, das du nach der Session bekommst, arbeitet weiter, auch wenn du es gerade nicht merkst. Vertrau dem Prozess. Oder noch besser: Vertrau deinem eigenen Tempo.
Ja. Und nein.
Das Wort „Hexe“ kommt von Hagazussa, die auf der Hecke Sitzende, zwischen den Welten. Es beschreibt keine Identität, sondern eine Position: am Rand, zwischen Wissen und Intuition, zwischen dem Sagbaren und dem Gespürten.
Ich nenne mich so, weil es das ehrlichste Wort ist für das, was ich tue. Und ja, es provoziert. Gut so. Wer sich vom Wort stören lässt, darf sich fragen, warum.
Nein. Und das will sie auch nicht.
Was ich anbiete, ist kein therapeutischer Rahmen. Es gibt keine Diagnose, kein Behandlungskonzept, keine Krankenkassenabrechnung. Was es gibt: einen Raum, in dem du Fragen stellen darfst, die woanders keinen Platz haben. Fragen nach Sinn, nach Seele, nach dem, was unter der Oberfläche liegt.
Wenn du in einer akuten Krise bist, geh zu einem Therapeuten. Wenn du etwas suchst, das tiefer geht als Symptombekämpfung, dann reden wir.
Mehr, als man denkt.
Jung hat den Schatten beschrieben, die Anteile in uns, die wir verdrängen, weil sie unbequem sind. Die Hexe hat seit Jahrhunderten genau damit gearbeitet: mit dem Verborgenen, dem Ungesagten, dem, was die Gesellschaft lieber nicht sehen will.
Jung nannte es Individuation, den Weg zur Ganzheit. Die Hexentradition nennt es anders, meint aber dasselbe: Schau hin. Auch dorthin, wo es wehtut. Besonders dorthin.
Sehr.
Die besten Fragen sind fast immer die, für die man sich schämt. Weil Scham dort sitzt, wo etwas Lebendiges begraben wurde. Du musst deine Fragen nicht perfekt formulieren. Du musst sie nicht einmal ganz verstehen. Bring sie mit, wie sie sind. Wir arbeiten gemeinsam daran, das ist ein wesentlicher Teil der Session.
Dann sage ich es trotzdem. Aber behutsam.
Ich bin keine Orakelmaschine, die Urteile ausspuckt. Was ich sehe, sind Muster, Energien, Bilder. Keine Wahrheiten mit Ausrufezeichen. Du entscheidest, was du annimmst und was nicht. Ich gebe Impulse. Was du damit machst, ist deine Souveränität.
Was ich verspreche: Ehrlichkeit. Was ich nicht verspreche: dass es immer bequem ist.
Ja, über Zoom.
Die Energie ist anders, nicht schlechter, nur anders. Manche Menschen öffnen sich online sogar leichter, weil sie in ihrer eigenen Umgebung sind, in ihrem eigenen Schutzraum. Das Tarot-Kartenbild fotografiere ich und schicke es dir. Die Klartraumarbeit findet ohnehin jenseits von Zeit und Raum statt. Da ist es egal, ob du in München sitzt oder auf Island.
Ich arbeite nicht mit Diagnosen, sondern mit Bildern. Nicht mit Gesprächsprotokollen, sondern mit Symbolen. Nicht mit Verhaltensänderung, sondern mit Bewusstseinserweiterung — im wörtlichen, nicht im psychedelischen Sinn.
Eine Therapeutin fragt: Was belastet dich? Ein Coach fragt: Was willst du erreichen? Ich frage: Was zeigt sich, wenn du aufhörst, dich dagegen zu wehren?
Das ist ein anderer Zugang. Kein besserer. Aber ein anderer.
Der Schatten ist nicht gefährlich. Er ist unbequem. Gefährlich wird es erst, wenn man ihn ignoriert — denn was du nicht anschaust, steuert dich trotzdem.
Schattenarbeit heißt nicht, im Dunklen zu graben, bis etwas Schreckliches auftaucht. Es heißt, den Dingen einen Namen zu geben, die schon längst da sind. Deine unterdrückte Wut. Deine heimliche Sehnsucht. Dein Nein, das du nie ausgesprochen hast.
Das ist nicht gefährlich. Das ist befreiend.
Null. Gar keine.
Du musst keine Karte kennen, keinen Planeten benennen können und kein Sternzeichen wissen. Wobei: dein Geburtsdatum brauche ich schon. Aber nicht, damit ich dir sage, dass du als Steinbock grundsätzlich stur bist. Sondern weil das Geburtshoroskop ein Werkzeug ist, um Muster zu erkennen, die sich durch dein ganzes Leben ziehen.
Ich übersetze. Du musst nur zuhören.
Weitermachen kannst du immer. Die Frage ist eher, ob du es noch willst.
Eine Session ist kein Wellnesstag, kein Retreat mit Räucherstäbchen und Gruppenumarmung. Sie ist eine Begegnung mit etwas, das sich zeigen wollte — vielleicht schon lange. Manche gehen danach raus und fühlen sich klarer. Andere aufgewühlter. Beides ist richtig, beides gehört dazu.
Das Protokoll hilft dir, die Fäden weiterzuspinnen. Aber nimm dir danach bewusst Zeit. Kein Termin direkt im Anschluss, kein Smalltalk. Lass es sacken. Manche Erkenntnisse brauchen Stille, um sich zu setzen.
Kommt drauf an, wen du fragst.
Ich arbeite mit Tarot, Klarträumen, Mondphasen und Pflanzenwissen. Für manche ist das Vollmond hoch zehn. Für mich ist es eine Mischung aus Kulturgeschichte, Psychologie und genauer Beobachtung — in einem Rahmen, den man eben nicht in jeder Praxis findet.
Ich räuchere nicht grundlos, ich lege keine Kristalle auf Chakren, und ich sage nicht „das Universum will dir etwas sagen“. Was ich sage: Schau genauer hin. Die Antworten liegen selten dort, wo du sie vermutest.
Dann geht es dir wie den meisten. Und das ist vielleicht das schönste Kompliment, das diese Arbeit bekommen kann. Nicht, weil ich so unersetzlich wäre. Sondern weil du angefangen hast, Fragen zu stellen, die du vorher nicht kanntest.
Es gibt bei mir keine Abo-Falle, kein Stufenprogramm, kein „Level 2 für Fortgeschrittene“. Wer wiederkommt, kommt mit einer neuen Frage — nicht aus Gewohnheit.
Ja. Aber nicht blind.
Ich glaube an die Kraft von Symbolen, an die Intelligenz von Träumen, an die leise Sprache der Natur — und daran, dass Menschen so viel mehr wissen, als sie sich zugestehen.
Ich glaube nicht an Hokuspokus, nicht an schnelle Erleuchtung und nicht daran, dass irgendjemand alle Antworten hat. Auch ich nicht. Was ich habe: Werkzeuge, Erfahrung und eine Haltung, die Ehrlichkeit über Gefälligkeit stellt.
Weil der Glaube an Gott für mich nie aufgehört hat. Aber die Sprache, in der ich ihn denke, hat sich verändert.
Ich bin evangelischer Theologe. Ich habe Paulus gelesen und Bonhoeffer und Tillich — und nichts davon steht im Widerspruch zu dem, was ich heute tue. Im Gegenteil. Die protestantische Tradition hat mich gelehrt, dass Glaube kein Gehorsam ist, sondern ein Ringen. Ein Ringen mit Gott, mit den eigenen Zweifeln, mit der Frage, was heilig bedeutet in einer Welt, die so offensichtlich gebrochen ist.
Kirche gibt darauf institutionelle Antworten. Ich gebe persönliche. Das ist der ganze Unterschied.
Das ist die Frage, an der sich Theologen und Philosophen seit zweitausend Jahren die Zähne ausbeißen — und ich liebe sie genau deshalb.
Meine ehrliche Antwort: Ich glaube, dass wir freier sind, als wir denken, und gleichzeitig gebundener, als uns lieb ist. Die Karten zeigen keine Bestimmung. Sie zeigen Muster. Und Muster sind keine Gefängnisse — sie sind Einladungen, genauer hinzusehen.
Luther sagte, der Mensch sei wie ein Reittier — entweder reitet Gott oder der Teufel. Ich sage: Vielleicht ist es Zeit, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Und ja, auch das ist Theologie.
Die Theodizee. Die eine Frage, die jede Religion irgendwann beantworten muss — und an der sie alle scheitern, wenn sie ehrlich sind.
Ich habe Jahre mit dieser Frage verbracht, akademisch, persönlich, nachts um drei. Und ich habe keine Antwort, die das Leid erklärt. Was ich habe, ist eine Haltung: Ich glaube nicht, dass Gott das Leid schickt, um uns zu prüfen. Ich glaube auch nicht, dass es einen verborgenen Plan gibt, der alles sinnvoll macht, wenn man nur lang genug wartet.
Was ich glaube: Dass im Leid manchmal eine Tiefe aufbricht, die sonst verschlossen bleibt. Nicht weil das Leid gut wäre. Sondern weil der Mensch in seiner Gebrochenheit zu einer Ehrlichkeit fähig ist, die ihm in guten Zeiten verwehrt bleibt.
Keine langen Formulare. Kein Fragebogen. Schreib einfach — was dich bewegt, was du suchst, oder nur: dass du da bist. Ich antworte persönlich.
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